Eternal Alert ist eine Soforthilfe-Armbanduhr der ToasterNET GmbH (Erlangen, Deutschland) mit automatischem Notruf und bis zu 12 Monaten Akkulaufzeit dank moderner Low‑Power‑IoT‑Technologie. Sie richtet sich an pflegebedürftige Menschen, Seniorinnen und Senioren, Familien, Frauen, Kinder sowie Personen mit erhöhtem Sicherheitsbedarf. In Notlagen löst die Uhr eigenständig oder manuell einen Alarm aus und kann definierte Kontaktketten informieren – bis hin zur optionalen Anbindung an professionelle Leitstellen.
Für die Pflegekasse ist Eternal Alert besonders dann interessant, wenn es als Alternative oder Ergänzung zum klassischen Hausnotrufsystem dient, um die Selbstständigkeit zu erhalten, Stürze schneller zu erkennen und die Teilhabe am Alltag zu sichern. Dank des langen Akkubetriebs ist die Lösung extrem wartungsarm und alltagstauglich, was in der Begründung gegenüber der Pflegekasse ein wichtiger Vorteil sein kann.
Hinweis: Ob und in welchem Umfang eine Kostenübernahme oder ein Zuschuss erfolgt, entscheidet die zuständige Pflegekasse im Einzelfall. Die folgenden Schritte und Hinweise dienen als Praxisleitfaden, ersetzen jedoch keine individuelle Beratung durch Pflegestützpunkte, Pflegeberaterinnen und -berater oder die Kasse selbst.
Wann eine Kostenübernahme in Frage kommt
Viele Pflegekassen fördern technische Pflegehilfsmittel, die Sicherheit und Selbstständigkeit verbessern. Eternal Alert kann – je nach persönlicher Situation – als Alternative oder Ergänzung zum Hausnotruf in Betracht kommen. Typische Voraussetzungen bzw. Konstellationen:
- Es besteht ein Pflegegrad (PG 1–5).
- Es gibt ein konkretes Risiko, z. B. Sturzgefahr, nächtliche Desorientierung, Weglauftendenz bei Demenz, Herz‑/Kreislauf‑Probleme, Diabetes mit Hypo-/Hyperglykämierisiken.
- Alleinleben oder häufige Zeiten ohne Beaufsichtigung bzw. Alleinarbeit.
- Bedarf an mobiler Sicherheit außerhalb der Wohnung (z. B. beim Spaziergang), wo klassische stationäre Hausnotrufsysteme an ihre Grenzen stoßen.
- Wunsch/Notwendigkeit, Angehörige, Nachbarn oder professionelle Dienste schnell einzubinden.
Wichtig: Manche Kassen bewilligen mobile Notruflösungen als ergänzende Maßnahme, andere im Rahmen einer Einzelfallentscheidung. Eine gut belegte Bedarfsbegründung erhöht die Chancen.
Welche Unterlagen Sie vorbereiten sollten
Je vollständiger Ihr Antrag, desto reibungsloser die Prüfung. Empfehlenswert sind:
- Bedarfsbegründung: kurze, sachliche Darstellung der Pflegesituation, Risiken, Alleinsituationen, Mobilitätsbedarfe und bisherigen Vorkehrungen.
- Ärztliche oder pflegerische Stellungnahme (sofern verfügbar): z. B. vom Hausarzt, Facharzt, Pflegedienst oder der Pflegeberatung. Stichworte: Sturzrisiko, kognitive Einschränkungen, Herz-/Diabetesmanagement, Epilepsie, Sturzfolgen.
- Kostenvoranschlag: Anschaffungskosten von Eternal Alert, ggf. Varianten; optional gewünschte Premium-Services (erweiterter IoT‑Datentarif, direkte Leitstellen‑Anbindung) separat ausgewiesen.
- Angaben zur Nutzung: gewünschte Kontaktkette (Familie, Nachbarn, Pflegedienst), Einsatzorte (Wohnung, Garten, unterwegs), gewünschte Betriebsmodi.
- Nachweis Pflegegrad: Bescheid der Pflegekasse oder aktuelle Einstufung.
- Kontaktdaten und ggf. Einwilligungen für die Kommunikation.
Tipp: Bitten Sie Hersteller/Vertrieb oder den Pflegestützpunkt um Unterstützung beim Kostenvoranschlag und bei Formulierungen.
So läuft der Antrag ab – Schritt für Schritt
1) Beratung einholen
- Kontaktieren Sie Ihre Pflegekasse oder einen regionalen Pflegestützpunkt. Klären Sie, ob mobile Notrufsysteme als Alternative/Ergänzung zum Hausnotruf gefördert werden und welche Nachweise die Kasse bevorzugt.
2) Bedarf konkretisieren
- Beschreiben Sie typische Alltagssituationen, in denen schnelle Hilfe entscheidend ist. Nennen Sie konkrete Ereignisse (z. B. Sturz im Bad, nächtliche Desorientierung, plötzliche Herzrhythmusstörungen, Hypoglykämien).
3) Kostenvoranschlag anfordern
- Lassen Sie sich einen schriftlichen Kostenvoranschlag für Eternal Alert erstellen. Führen Sie optional gewünschte Premium-Services getrennt auf, um die Prüfung zu erleichtern.
4) Antrag einreichen
- Reichen Sie den Antrag formlos oder per Kassenformular ein. Fügen Sie Bedarfsbegründung, ärztliche/pflegerische Stellungnahmen, Pflegegradnachweis und den Kostenvoranschlag bei.
5) Rückfragen/Prüfung
- Die Kasse kann Rückfragen stellen oder eine Begutachtung veranlassen. Bleiben Sie erreichbar und ergänzen Sie Unterlagen zeitnah.
6) Bescheid und Beschaffung
- Bei Bewilligung erhalten Sie einen Zuschuss- oder Kostenübernahmebescheid (ggf. anteilig). Anschließend Beschaffung/Einrichtung der Uhr und Einreichen der Rechnung, falls Erstattung vorgesehen ist.
7) Ablehnung? Widerspruch prüfen
- Bei Ablehnung können Sie innerhalb der Frist (in der Regel 1 Monat) Widerspruch einlegen. Ergänzen Sie die Begründung, reichen Sie weitere Nachweise ein und holen Sie ggf. eine erneute pflegerische/ärztliche Stellungnahme ein.
Worauf es bei der Begründung ankommt – mit Musterformulierung
Orientieren Sie sich an folgenden Leitfragen:
- Welche konkreten Risiken bestehen (Sturz, Desorientierung, Herz-/Diabetes-Ereignisse, Alleinarbeit)?
- Warum reichen bisherige Maßnahmen nicht aus (stationärer Hausnotruf, Telefon, Nachbarschaftshilfe)?
- Welchen spezifischen Mehrwert bietet Eternal Alert (automatischer Notruf, lange Akkulaufzeit, mobile Sicherheit, definierte Kontaktkette, optional Leitstellen‑Anbindung)?
- Wie trägt die Uhr zur Aufrechterhaltung der Selbstständigkeit und zur Entlastung von Angehörigen bei?
- Warum ist die Lösung wirtschaftlich/zweckmäßig (keine Grundgebühr, modular erweiterbar, passgenaue Services nur bei Bedarf)?
Musterformulierung (bitte individuell anpassen):
Sehr geehrte Damen und Herren,
hiermit beantrage ich für Frau/Herrn [Name], Pflegegrad [PG], die Bezuschussung/Übernahme der Soforthilfe‑Armbanduhr Eternal Alert als Alternative/Ergänzung zum Hausnotruf.
Begründung: Es besteht ein erhöhtes Risiko durch [z. B. Sturzgefahr aufgrund Polyneuropathie und Gleichgewichtsstörungen; nächtliche Desorientierung bei Demenz; wiederkehrende kardiale Rhythmusstörungen; Diabetes mit Hypoglykämien]. Frau/Herr [Name] lebt [allein/ist tagsüber häufig allein] und benötigt auch außerhalb der Wohnung eine verlässliche Notrufmöglichkeit.
Eternal Alert löst in Notlagen automatisch/manuell einen Notruf aus, informiert vordefinierte Kontakte und kann optional direkt an eine Notrufleitstelle angebunden werden. Die Akkulaufzeit von bis zu 12 Monaten minimiert Ausfälle durch Ladeintervalle und erhöht die Nutzungssicherheit.
Die derzeitigen Maßnahmen ([z. B. stationärer Hausnotruf, Telefon]) reichen nicht aus, da [z. B. unterwegs kein Zugriff, Auslöser wird in Schrecksituationen nicht immer betätigt, regelmäßiges Laden wird vergessen].
Als Unterlagen füge ich bei: Pflegegradbescheid, ärztliche/pflegerische Stellungnahme, Kostenvoranschlag sowie eine kurze Darstellung typischer Risikosituationen.
Ich bitte um wohlwollende Prüfung und positive Entscheidung zur (anteiligen) Kostenübernahme.
Mit freundlichen Grüßen
[Name, Anschrift, Kontaktdaten]
Tarifstruktur ohne Grundgebühr und optionale Premium‑Services – wann welcher Mehrwert entsteht
- Grundprinzip ohne Grundgebühr: Eternal Alert wird ohne monatliche Basisgebühren angeboten. Für viele Haushalte ist dies wirtschaftlich attraktiv, da laufende Fixkosten entfallen. Bei einer Kostenübernahme durch die Pflegekasse kann dies auch die Argumentation zur Wirtschaftlichkeit stützen.
- Erweiterter IoT‑Datentarif (optional): Sinnvoll, wenn die Uhr regelmäßig unterwegs genutzt wird, eine stabile Konnektivität in mehreren Netzen gewünscht ist oder zusätzliche Telemetrie‑Funktionen zum Einsatz kommen. Für aktive, mobile Pflegebedürftige oder Personen mit schwankender Netzabdeckung bietet der erweiterte Tarif mehr Ausfallsicherheit.
- Direkte Leitstellen‑Anbindung (optional): Empfohlen, wenn rund um die Uhr eine professionelle Entgegennahme und Koordination von Hilfseinsätzen erforderlich ist – z. B. bei alleinlebenden Seniorinnen/Senioren mit hohem Risiko, bei Demenz, nach Sturzereignissen oder wenn Angehörige nicht jederzeit erreichbar sind. Auch für Alleinarbeiter kann die professionelle 24/7‑Absicherung sinnvoll sein.
Tipp: Führen Sie im Kostenvoranschlag klar auf, welche Leistungen Basis sind und welche optional. So kann die Pflegekasse gezielt prüfen, ob Basis oder bestimmte Optionen (z. B. Leitstellen‑Anbindung) medizinisch/pflegerisch begründbar sind.
Betriebsmodi und Smart‑Home‑Integration – Sicherheit im Alltag, auch für Alleinarbeiter und Ersthelfer
Eternal Alert unterstützt verschiedene Betriebsmodi, die an den Bedarf angepasst werden können:
- Automatikmodus: Sensorbasierte Erkennung bestimmter Notfallsituationen (z. B. Sturzindizien) und automatischer Alarm.
- Manuell/Schalter: Auslösen per Knopfdruck – auch für Situationen mit subjektivem Unsicherheitsgefühl.
- Eskalationsketten: Erst Angehörige/Nachbarn/Pflegedienst, dann optional Leitstelle oder direkt Leitstelle als Erstkontakt.
- Stiller Alarm: Für potenziell gefährliche Situationen, in denen eine unauffällige Alarmierung sinnvoll ist.
Smart‑Home‑Integration kann die Alltagstauglichkeit weiter erhöhen:
- Benachrichtigungen an smarte Lautsprecher, Displays oder Apps im Haushalt.
- Automatisierte Routinen, etwa das Einschalten von Licht bei nächtlichen Alarmen.
- Information von Türkontakten oder Kamerasystemen (gemäß privater Datenschutzvorgaben), um Helfenden Zugang zu erleichtern.
Für Alleinarbeiter (z. B. im Außendienst, in der Pflege, in Werkstätten) erhöht ein tragbares Notrufsystem die Sicherheit in Einzelarbeitsumgebungen. Ersthelferinnen und Ersthelfer können bei Einsätzen zusätzlich abgesichert werden – etwa über stille Alarme oder Eskalationsketten, falls sich eine Lage zuspitzt.
Praktische Checkliste für Ihren Antrag
- Pflegegradnachweis liegt vor.
- Konkrete Risikobeschreibung erstellt (z. B. Sturz, Demenz, Herz, Diabetes, Alleinarbeit).
- Ärztliche/pflegerische Stellungnahme eingeholt (wenn möglich).
- Kostenvoranschlag für Eternal Alert und ggf. Optionen angefordert.
- Gewünschte Kontaktkette und Betriebsmodi definiert.
- Vergleich/Begründung zur Alternative/Ergänzung gegenüber Hausnotruf formuliert.
- Antrag mit allen Anlagen bei der Pflegekasse eingereicht.
- Erreichbarkeit für Rückfragen sichergestellt.
- Im Falle einer Ablehnung: Frist notiert und Widerspruch vorbereitet.
Typische Szenarien aus der Praxis
- Sturzrisiko in Wohnung und Garten: Frau K. (PG 2) stürzt wiederholt im Bad. Sie vergisst häufig, das Smartphone bei sich zu tragen. Eternal Alert löst im Ernstfall automatisch Alarm aus; die lange Akkulaufzeit verhindert, dass die Uhr gerade dann leer ist, wenn sie gebraucht wird.
- Demenz mit nächtlicher Desorientierung: Herr M. (PG 3) verlässt nachts gelegentlich die Wohnung. Die Uhr bietet einen leicht bedienbaren Auslöser; Angehörige werden zuerst informiert, optional übernimmt die Leitstelle die Koordination, wenn niemand erreichbar ist. Smart‑Home‑Routinen können Licht anschalten, um die Orientierung zu verbessern.
- Herz-/Kreislauf‑Patientin mit Telemedizin: Frau M. (PG 2) ist wegen Herzrhythmusstörungen in kardiologischer Betreuung. Die mobile Notfallabsicherung gibt Sicherheit zu Hause und unterwegs. Optionaler erweiterter IoT‑Datentarif wird gewählt, um Konnektivität in unterschiedlichen Netzen zu sichern; bei Bedarf lässt sich die Kontaktkette direkt zur Leitstelle führen.
- Diabetes‑Management: Herr M. (PG 1) hat Hypoglykämie‑Ereignisse, insbesondere nachts. Mit Eternal Alert kann er im Zweifel schnell Hilfe anfordern; Familienmitglieder werden zuerst informiert, die Leitstelle greift ein, wenn niemand reagiert.
- Alleinarbeit/Ersthelfer: Pflegerin S. arbeitet häufig allein in Haushalten. Ein stiller Alarm unterstützt sie bei unvorhergesehenen Situationen; die Leitstelle kann bei Nichterreichbarkeit von Kolleginnen schnell koordinieren.
Diese Beispiele zeigen, wie Eternal Alert je nach Bedarf als Alternative oder sinnvolle Ergänzung zum Hausnotruf wirkt – mobil, wartungsarm und mit klaren Eskalationswegen.
Tipps zum Schluss: So stärken Sie Ihre Erfolgsaussichten
- Individuell statt pauschal: Beschreiben Sie Ihren Bedarf konkret, nennen Sie reale Situationen und warum die mobile Lösung nötig ist.
- Wirtschaftlichkeit unterstreichen: Keine Grundgebühr, lange Akkulaufzeit und modulare Optionen sprechen für eine zweckmäßige, kosteneffiziente Versorgung.
- Beratung nutzen: Pflegestützpunkte und Pflegeberaterinnen/-berater unterstützen bei Antrag, Begründung und Widerspruch.
- Dokumentation aufbewahren: Führen Sie ein kurzes Ereignisprotokoll (z. B. Stürze, Orientierungsverluste, nächtliche Notfälle). Das kann bei Rückfragen helfen.
- Optionen nur nach Bedarf: Buchen Sie Premium‑Services gezielt. Das erleichtert die Prüfung und verhindert laufende Kosten, die nicht benötigt werden.
Mit diesem Leitfaden bereiten Sie Ihren Antrag strukturiert vor, begründen den Bedarf nachvollziehbar und zeigen, welchen konkreten Mehrwert Eternal Alert für Sicherheit, Selbstständigkeit und Entlastung im Alltag bietet. So erhöhen Sie die Chancen auf eine positive Entscheidung der Pflegekasse – und schaffen zugleich eine praxistaugliche, verlässliche Lösung für sich und Ihre Angehörigen.
