Eternal Alert ist eine Soforthilfe-Armbanduhr der ToasterNET GmbH, entwickelt für Menschen mit erhöhtem Sicherheitsbedarf – insbesondere Seniorinnen und Senioren, pflegebedürftige Personen und deren Angehörige. Die Uhr erkennt Notlagen und kann automatisch einen Notruf auslösen. Moderne Low-Power-IoT-Chips ermöglichen dabei eine besonders lange Akkulaufzeit von bis zu einem Jahr. Für den Pflegealltag bedeutet das: weniger Ladeaufwand, weniger technische Hürden und mehr Zuverlässigkeit im Ernstfall.
Besonders relevant für Pflegehaushalte: Eternal Alert kommt ohne monatliche Grundgebühr aus. Wer zusätzliche Funktionen benötigt, kann optionale Premium-Services buchen, etwa erweiterte IoT-Datentarife oder eine direkte Anbindung an Leitstellen. Zudem lässt sich die Technik flexibel integrieren – in Smart-Home-Umgebungen, in andere Uhrenmodelle oder in telemedizinische Versorgungsstrukturen.
Dieser Leitfaden zeigt Ihnen, wie Sie eine mögliche Kostenübernahme durch die Pflegekasse prüfen, den Antrag korrekt stellen und Eternal Alert sicher und datenschutzkonform in den Pflegealltag einbinden.
Voraussetzungen verstehen: Wann Pflegekassen Leistungen übernehmen können
Pflegekassen fördern unter bestimmten Bedingungen technische Lösungen, die die häusliche Pflege erleichtern, die Selbstständigkeit erhalten oder die Sicherheit erhöhen. Ob und in welchem Umfang Kosten übernommen werden, entscheidet die Pflegekasse im Einzelfall.
Wichtige Faktoren, die häufig eine Rolle spielen:
- Anerkannter Pflegegrad (Pflegegrad 1–5) und häusliche Pflege.
- Erhöhtes Risiko für Stürze, Desorientierung, akute Notfälle oder Alleinsein zu Hause (z. B. bei Demenz, Herzerkrankungen, Diabetes mit Hypoglykämieneigung).
- Erforderlichkeit einer schnellen Notrufmöglichkeit, insbesondere wenn pflegende Angehörige nicht ständig anwesend sein können.
- Geeignetheit des Systems für den konkreten Bedarf (mobil, diskret, zuverlässige Erreichbarkeit).
Tipp: Viele Kassen kennen klassische Hausnotrufsysteme. Mobile Lösungen wie eine Soforthilfe-Uhr können – je nach Situation – als zweckmäßige Alternative oder Ergänzung anerkannt werden. Eine sorgfältige Begründung ist dafür entscheidend.
Der Weg zur Bewilligung: Beratung, Antrag und Nachweise
1) Erstberatung beim Pflegestützpunkt oder der Pflegeberatung
- Vereinbaren Sie einen Termin beim regionalen Pflegestützpunkt oder mit der Pflegeberatung Ihrer Kasse.
- Klären Sie die persönliche Bedarfslage: Wer ist wann allein? Welche Notfälle traten in der Vergangenheit auf? Gibt es Mobilitäts- oder kognitive Einschränkungen?
- Lassen Sie sich zu sinnvollen Funktionsumfängen (Basis vs. Premium) und zu möglichen Finanzierungswegen beraten.
2) Geeignete Ausstattung festlegen und Kostenvoranschlag einholen
- Prüfen Sie, welches Modell bzw. welche Konfiguration von Eternal Alert den Bedarf abdeckt.
- Bitten Sie um einen schriftlichen Kostenvoranschlag, getrennt nach:
- Grundausstattung (ohne monatliche Grundgebühr)
- Optionalen Premium-Services (z. B. erweiterte IoT-Tarife, direkte Leitstelle)
- Achten Sie auf verständliche Positionsbeschreibungen, damit die Kasse die Notwendigkeit nachvollziehen kann.
3) Ärztliche und pflegerische Begründung sichern
- Bitten Sie die Hausärztin/den Hausarzt um eine kurze Stellungnahme zur Notwendigkeit einer sofort verfügbaren Notrufmöglichkeit.
- Falls ein Pflegedienst eingebunden ist: Eine ergänzende Einschätzung zur Alltagssituation und zu Sicherheitsrisiken hilft, den Bedarf zu untermauern.
4) Antrag bei der Pflegekasse stellen
- Nutzen Sie das Formular Ihrer Pflegekasse oder reichen Sie einen formlosen Antrag mit Begründung ein.
- Fügen Sie Nachweise bei (siehe Checkliste unten).
- Bitten Sie ausdrücklich um vorherige schriftliche Genehmigung und klären Sie, ob eine Direktabrechnung oder Kostenerstattung vorgesehen ist.
5) Entscheidung abwarten und Rückfragen zügig beantworten
- Bei Nachfragen der Kasse reagieren Sie schnell und liefern ergänzende Informationen (z. B. alternative Lösungen, warum Mobilität wichtig ist).
- Falls der Antrag abgelehnt wird: Prüfen Sie die Begründung, holen Sie Beratung ein und erwägen Sie einen fristgerechten Widerspruch mit präziser Bedarfsschilderung.
Dokumenten-Checkliste und Formulierungshilfen
Folgende Unterlagen beschleunigen die Prüfung:
- Nachweis des Pflegegrades (Bescheid).
- Ausführliche Bedarfsbegründung aus Sicht der pflegenden Person bzw. der/die Pflegebedürftige:
- Alleinzeiten, Sturz- oder Desorientierungsrisiken, vorherige Notfälle.
- Warum eine mobile, am Körper tragbare Lösung erforderlich ist.
- Wie Eternal Alert die Versorgung konkret erleichtert (z. B. schneller Notruf ohne Weg zur Telefonstation).
- Ärztliche Stellungnahme (kurz und prägnant):
- Diagnose(n) mit Relevanz für Notfallsituationen.
- Empfehlung einer zuverlässigen Notrufmöglichkeit am Körper.
- Optional: Stellungnahme des Pflegedienstes oder der Betreuungsperson.
- Kostenvoranschlag mit klarer Positionierung der Grundfunktionen und der optionalen Premium-Module.
- Datenschutz- und Sicherheitskonzept in Kurzform (z. B. „Nur notwendige Kontaktdaten werden hinterlegt, Zugriff ist passwortgeschützt“).
Formulierungsbeispiele (Auszüge, bitte individuell anpassen):
- „Aufgrund wiederkehrender Schwindelereignisse und Sturzgefahr ist eine jederzeit erreichbare, am Körper tragbare Notruflösung medizinisch angezeigt.“
- „Die betroffene Person ist täglich mehrere Stunden allein. Eine mobile Lösung ist erforderlich, um auch außerhalb der Wohnung verlässlich Hilfe zu rufen.“
- „Die lange Akkulaufzeit von bis zu einem Jahr reduziert Bedienhürden. Ein regelmäßiges Laden ist nicht zumutbar und würde das Risiko eines unbemerkten Ausfalls erhöhen.“
Ohne Grundgebühr starten – und wann Premium-Services sinnvoll sind
Was Sie ohne monatliche Grundgebühr sofort nutzen können:
- Automatisierte Notrufauslösung über das Gerät.
- Benachrichtigung hinterlegter Kontaktpersonen je nach gewählter Konfiguration.
- Nutzung der langen Akkulaufzeit für eine kontinuierliche, alltagsnahe Tragezeit ohne häufiges Nachladen.
Wann sich Premium-Services lohnen:
- Direkte Leitstelle: Wenn wenig familiäre Unterstützung verfügbar ist, rund um die Uhr professionelle Annahme gewünscht wird oder definierte Interventionspläne (z. B. Schlüsseldepot, Rettungsdienst) benötigt werden.
- Erweiterte IoT-Datentarife: Bei eingeschränkter Netzabdeckung, erhöhtem Kommunikationsbedarf, häufigen Auswärtsterminen oder wenn telemedizinische Datendienste eingebunden werden sollen.
- Gesundheits- und Telemedizinpakete: Sinnvoll für Personen mit chronischen Erkrankungen, wenn behandelnde Ärztinnen/Ärzte eine kontinuierliche Beobachtung befürworten und die technische Datenanbindung benötigt wird.
Grundsatz: Starten Sie möglichst schlank. Prüfen Sie im Alltag, ob Basisfunktionen den Bedarf decken. Ergänzen Sie Premium-Module gezielt dort, wo sie messbaren Zusatznutzen bieten – das erleichtert auch die Argumentation gegenüber der Pflegekasse.
So fügt sich Eternal Alert in den Pflegealltag und das Smart Home ein
Praxis-Tipps für die tägliche Nutzung:
- Zuständigkeiten klären: Wer richtet das Gerät ein, wer ist als Erstkontakt hinterlegt, wer übernimmt regelmäßige Funktionschecks?
- Tragetraining: Gewöhnen Sie die betroffene Person an das kontinuierliche Tragen – die lange Akkulaufzeit erleichtert dies erheblich.
- Notfallplan definieren: Welche Schritte folgen nach einem Alarm? Wer fährt zuerst hin? Ab wann wird die Leitstelle/112 eingebunden?
- Sichtprüfung: Legen Sie wöchentliche Kurztests fest (Probealarm, Bestätigung durch Kontaktperson).
Integration in Smart Homes:
- Szenen definieren: Bei Alarm Licht einschalten, Innenkamera für autorisierte Kontaktperson aktivieren, akustisches Signal im Haus ausgeben.
- Türzugang regeln: In Kombination mit smarten Türsystemen kann autorisierten Helfenden bei Bedarf Zugang gewährt werden. Beachten Sie dabei immer den Datenschutz und die Zutrittsberechtigungen.
- Benachrichtigungswege: Parallel zur App-Benachrichtigung etwa E-Mail, Smart Speaker oder Wanddisplay nutzen, um die Wahrnehmungssicherheit zu erhöhen.
Hinweis: Prüfen Sie regelmäßig die Kompatibilität vorhandener Smart-Home-Komponenten und dokumentieren Sie die gewählten Einstellungen, damit Vertretungspersonen im Notfall handlungsfähig bleiben.
Datenschutz und Sicherheit: Checkliste für Angehörige und Pflegebedürftige
- Datensparsamkeit: Nur unbedingt notwendige Kontaktdaten und Funktionen aktivieren.
- Einwilligung: Betroffene Person verständlich informieren; Einwilligung dokumentieren. Bei fehlender Einwilligungsfähigkeit rechtliche Vertretung einbinden.
- Zugangsschutz: App- und Webzugänge mit starkem Passwort und, wenn verfügbar, Zwei-Faktor-Authentifizierung sichern. Geräte-PIN aktivieren.
- Rollen und Berechtigungen: Festlegen, wer Alarmmeldungen empfangen und Einstellungen ändern darf. Keine unnötigen Zugänge verteilen.
- Serverstandort und Verschlüsselung: Beim Anbieter nachfragen, wo Daten verarbeitet werden und welche Verschlüsselung genutzt wird. Bevorzugen Sie transparente, DSGVO-konforme Prozesse.
- Aufbewahrung und Löschung: Regeln, wie lange Protokolle gespeichert werden und wie Geräte bei Rückgabe/Wechsel datenschutzgerecht zurückgesetzt werden.
- Notfallprotokoll: Dokumentieren, wer bei einem Alarm welche Informationen erhält. Vermeiden Sie die Weitergabe sensibler medizinischer Details an Unbefugte.
- Regelmäßige Überprüfung: Mindestens halbjährlich Einstellungen, Kontakte und Berechtigungen prüfen, besonders nach Personal- oder Umfeldwechseln.
Chronische Erkrankungen und Telemedizin: sinnvoll vernetzt betreut
Für Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes oder anderen chronischen Leiden kann eine vernetzte Sicherheitslösung die Versorgung verbessern:
- Frühwarnung und Reaktionssicherheit: Eine am Körper getragene Notrufoption beschleunigt Hilfe bei akuten Ereignissen (z. B. Sturz, Hypoglykämie, plötzliche Schwäche).
- Kontinuierliche Überwachung (je nach Setup): In Abstimmung mit den behandelnden Ärztinnen/Ärzten können telemedizinische Bausteine eingebunden werden. Dafür sind ggf. erweiterte IoT-Datentarife oder Premium-Services erforderlich.
- Therapiealltag vereinfachen: Weniger Ladepflicht durch die lange Akkulaufzeit unterstützt konsequentes Tragen und damit verlässliche Abdeckung.
- Kosten und Zuständigkeiten klären: Telemedizinische Leistungen und Datenübermittlungen werden je nach Versorgungsmodell unterschiedlich vergütet. Stimmen Sie medizinische Ziele, Datenumfang und Datenschutz vorab mit der Praxis oder dem Telemedizinzentrum ab.
Fazit und nächste Schritte: Sicher, diskret, bezahlbar
- Prüfen Sie frühzeitig die persönliche Bedarfslage und holen Sie Beratung beim Pflegestützpunkt ein.
- Stellen Sie den Antrag an die Pflegekasse mit klarer Begründung, ärztlicher Unterstützung und einem transparenten Kostenvoranschlag.
- Starten Sie mit den Grundfunktionen ohne monatliche Grundgebühr und ergänzen Sie Premium-Services nur dort, wo sie spürbaren Mehrwert liefern.
- Integrieren Sie Eternal Alert strukturiert in den Pflegealltag und Ihr Smart Home und achten Sie auf einen soliden Datenschutz.
- Nutzen Sie die außergewöhnlich lange Akkulaufzeit von bis zu einem Jahr als Sicherheitsfaktor: weniger Ladebedarf, höhere Tragequote, mehr Verlässlichkeit im Notfall.
So wird Eternal Alert zu einem Baustein, der Sicherheit alltagstauglich macht – für Pflegebedürftige, die möglichst selbstbestimmt leben möchten, und für Angehörige, die entlastet werden und im Ernstfall schnell reagieren können.
