Kostenübernahme der Eternal Alert Notfall-Uhr durch die Pflegekasse: Voraussetzungen, Antrag und Checkliste

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Die Eternal Alert Notfall-Uhr der ToasterNET GmbH ist eine Soforthilfe-Lösung, die in Notsituationen automatisch einen Alarm absetzt. Für viele Pflegebedürftige kann sie als technisches Pflegehilfsmittel im Sinne eines Haus- oder Mobilnotrufsystems bei der Pflegekasse beantragt werden. Ob und in welchem Umfang Kosten übernommen werden, entscheidet Ihre Pflegekasse im Einzelfall. Häufig wird die Versorgung bewilligt, wenn eine ständige Erreichbarkeit im Notfall sichergestellt werden muss – zu Hause und, bei entsprechendem Bedarf, auch unterwegs.

Wichtig ist: Es handelt sich nicht um eine monatlich gebührenpflichtige Abo-Lösung. Eternal Alert kommt ohne monatliche Grundgebühr aus. Das macht die Versorgung für Pflegekassen und Angehörige besonders wirtschaftlich. Optionale Premium-Services (z. B. erweiterte IoT-Datentarife oder die direkte Anbindung an eine Notrufzentrale) können bei Bedarf ergänzt und separat vereinbart werden.

Voraussetzungen: Wann besteht eine Chance auf Kostenübernahme?

Damit die Pflegekasse die Kosten ganz oder teilweise übernimmt, sollten in der Regel folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Anerkannter Pflegegrad (1–5) mit Bescheid der Pflegekasse.
  • Erheblicher Bedarf an schneller Hilfe im Notfall, z. B. aufgrund von Sturzrisiko, Orientierungsproblemen, chronischen Erkrankungen oder eingeschränkter Mobilität.
  • Häufiges Alleinsein oder Situationen, in denen Aufsichtspersonen nicht jederzeit erreichbar sind (z. B. nachts oder bei Alleinarbeit).
  • Für die mobile Nutzung: nachvollziehbarer Bedarf außerhalb der Wohnung (Arztbesuche, Spaziergänge, Einkäufe, Tagespflegewege), sodass ein Mobilnotruf gegenüber einem reinen Hausnotruf erforderlich ist.
  • Einverständnis der pflegebedürftigen Person oder der rechtlichen Vertretung.

Hinweis: Die genaue Prüfung erfolgt durch Ihre Pflegekasse. Bei Unsicherheiten hilft die kostenlose Pflegeberatung nach § 7a SGB XI.

Benötigte Unterlagen: Das sollten Sie beilegen

Eine vollständige Antragstellung beschleunigt die Entscheidung. Typischerweise werden folgende Unterlagen benötigt:

  • Kopie des Pflegegradbescheids (aktueller Bescheid).
  • Kurze Begründung des individuellen Mehrbedarfs (warum ist ein Haus-/Mobilnotruf erforderlich?).
  • Kostenvoranschlag für die Eternal Alert Notfall-Uhr (erhältlich bei der ToasterNET GmbH).
  • Optional: Ärztliche Bescheinigung (z. B. zu Sturzrisiko, Herzerkrankung, Diabetes) oder eine Empfehlung der Pflegeberatung.
  • Vollständige Kontakt- und Lieferadresse, plus bevorzugte Kontaktwege für Rückfragen.
  • Bei rechtlicher Vertretung: Nachweis der Bevollmächtigung oder Betreuung.

Tipp: Fordern Sie den Kostenvoranschlag frühzeitig an und prüfen Sie, ob Ihre Pflegekasse ein eigenes Formular „Antrag auf Versorgung mit einem (mobilen) Hausnotruf“ bereitstellt.

Schritt für Schritt: Vom Antrag bis zur Inbetriebnahme

  1. Bedarf klären und beraten lassen
    Sprechen Sie mit der pflegebedürftigen Person, dem Pflegedienst oder der Pflegeberatung. Halten Sie zentrale Gründe fest (z. B. Stürze, Alleinleben, notwendige Wege außer Haus).

  2. Kostenvoranschlag einholen
    Kontaktieren Sie die ToasterNET GmbH, um einen individuellen Kostenvoranschlag für die Eternal Alert Notfall-Uhr zu erhalten. Klären Sie dabei, ob optionale Premium-Services gewünscht sind (separat).

  3. Antragsunterlagen zusammenstellen
    Pflegegradbescheid kopieren, Begründung verfassen, ggf. ärztliche Bescheinigung beifügen. Nutzen Sie, falls vorhanden, das Formular Ihrer Pflegekasse für Haus-/Mobilnotrufsysteme.

  4. Antrag einreichen
    Senden Sie den Antrag inklusive aller Unterlagen per Post, über das Online-Portal oder per E-Mail an die Pflegekasse der zuständigen Krankenkasse. Bewahren Sie Kopien auf.

  5. Rückfragen beantworten
    Reagieren Sie zügig auf Rückfragen. In Einzelfällen kann eine zusätzliche Stellungnahme (z. B. Pflegeberatung) angefordert werden.

  6. Entscheidung abwarten
    Die Prüfung dauert in der Regel wenige Wochen. Bei Bewilligung erhalten Sie eine schriftliche Zusage mit Angabe des Umfangs der Kostenübernahme.

  7. Lieferung und Einrichtung
    Nach der Bewilligung veranlasst die ToasterNET GmbH die Lieferung. Richten Sie die Uhr gemäß Anleitung ein: Notfallkontakte hinterlegen, Betriebsmodus wählen, ggf. Smart-Home-Integration aktivieren und einen Testalarm durchführen.

  8. Inbetriebnahme und Einweisung
    Prüfen Sie die Funktion der automatischen Notfallerkennung. Weisen Sie alle Beteiligten (Pflegebedürftige, Angehörige, ggf. Pflegedienst) in die Nutzung ein.

  9. Abrechnung und Dokumentation
    Je nach Bewilligungsweg rechnet der Anbieter direkt mit der Pflegekasse ab oder Sie reichen die Rechnung zur Erstattung ein. Heben Sie alle Unterlagen auf.

Checkliste: Alles Wichtige auf einen Blick

  • [ ] Pflegegradbescheid liegt vor (PG 1–5).
  • [ ] Individuelle Begründung für Haus-/Mobilnotruf erstellt.
  • [ ] Kostenvoranschlag für Eternal Alert angefordert und beigefügt.
  • [ ] Optional: Ärztliche Bescheinigung oder Empfehlung der Pflegeberatung.
  • [ ] Antragsformular der Pflegekasse genutzt (falls vorhanden).
  • [ ] Alle Kontaktdaten und Lieferadresse angegeben.
  • [ ] Antrag mit vollständigen Unterlagen eingereicht.
  • [ ] Erreichbarkeit für Rückfragen sichergestellt.
  • [ ] Nach Bewilligung: Einrichtung, Testalarm, Einweisung durchgeführt.
  • [ ] Abrechnung/Erstattung dokumentiert.

Musterformulierung für Ihren Antrag

Betreff: Antrag auf Kostenübernahme für eine Notfall-Uhr als (mobiles) Hausnotrufsystem – Eternal Alert

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit beantrage ich für [Name der pflegebedürftigen Person, Versichertennummer] die Kostenübernahme einer Notfall-Uhr „Eternal Alert“ als (mobiles) Hausnotrufsystem.

Die pflegebedürftige Person hat einen anerkannten Pflegegrad [1–5], Bescheid vom [Datum] liegt bei. Aufgrund von [z. B. Sturzrisiko, Herzerkrankung, Diabetes, eingeschränkter Mobilität, Orientierungseinschränkungen] besteht ein erhöhter Bedarf an sofortiger Hilfe in Notfällen, häufig auch in Situationen ohne Aufsicht bzw. außerhalb der Wohnung.

Eternal Alert verfügt über eine automatische Notrufauslösung und eine besonders lange Akkulaufzeit von bis zu einem Jahr. Dadurch ist eine kontinuierliche, wartungsarme und zuverlässige Erreichbarkeit im Notfall gewährleistet. Zudem fallen keine monatlichen Grundgebühren an, was die Lösung wirtschaftlich und nachhaltig macht.

Ein Kostenvoranschlag der ToasterNET GmbH ist beigefügt.

Ich bitte um zeitnahe Prüfung und schriftliche Bewilligung. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

[Name, Adresse, Telefon, E-Mail]
[ggf. gesetzliche Vertretung/Bevollmächtigung]

Tipps für eine überzeugende Begründung

  • Automatische Notrufauslösung: Unterstreichen Sie, dass Eternal Alert ohne aktives Eingreifen Hilfe anfordert, wenn die tragende Person dazu nicht mehr in der Lage ist.
  • Lange Akkulaufzeit bis zu einem Jahr: Betonen Sie die hohe Betriebssicherheit und geringe Wartungsanforderungen – ein Vorteil gegenüber häufig zu ladenden Geräten.
  • Keine monatliche Grundgebühr: Weisen Sie auf die Wirtschaftlichkeit hin. Das entlastet sowohl Pflegekasse als auch Angehörige.
  • Mobilität und Sicherheit außerhalb der Wohnung: Begründen Sie, warum Schutz auch auf Wegen zur Tagespflege, bei Arztterminen oder Spaziergängen nötig ist.
  • Einfache Handhabung: Je einfacher die Nutzung, desto größer die Akzeptanz. Das verbessert die Compliance und reduziert Fehlalarme.
  • Flexible Betriebsmodi und Smart-Home-Integration: Beschreiben Sie, wie die Uhr in den Alltag und die bestehende Umgebung eingebunden wird, um Sicherheit und Komfort zu erhöhen.
  • Gesundheitsbezug: Bei chronischen Erkrankungen (z. B. Herzinsuffizienz, Diabetes) kann die kontinuierliche Überwachung und schnelle Alarmierung medizinisch sinnvoll sein.

Formulieren Sie konkret und individuell: Beispiele aus dem Alltag (kürzliche Stürze, Orientierungsverlust, nächtliche Notfälle) erhöhen die Nachvollziehbarkeit.

Wenn die Pflegekasse ablehnt: Ihre Optionen

  • Widerspruch einlegen: Legen Sie innerhalb der in der Rechtsbehelfsbelehrung genannten Frist (in der Regel ein Monat) schriftlich Widerspruch ein. Ergänzen Sie Ihre Begründung und fügen Sie neue Nachweise bei (ärztliche Stellungnahme, Pflegeberatung).
  • Pflegeberatung nutzen: Lassen Sie sich bei der regionalen Pflegeberatung nach § 7a SGB XI zu Alternativen und zur optimalen Argumentation unterstützen.
  • Nachbessern und erneut einreichen: Gezielte Ergänzungen (konkrete Sturzereignisse, dokumentierte Alleinsituationen, Einschätzung des Pflegedienstes) können den Bedarf eindeutiger belegen.
  • Alternative Finanzierung prüfen: In Einzelfällen kommen andere Kostenträger (z. B. Sozialhilfeträger im Rahmen „Hilfe zur Pflege“) oder eine Mischfinanzierung in Betracht. Klären Sie dies individuell mit der Beratung.
  • Eigenfinanzierung mit späterer Erstattung: Manchmal ist es sinnvoll, die Versorgung nicht aufzuschieben. Stimmen Sie in diesem Fall das Vorgehen vorab mit der Pflegekasse ab, um Erstattungsmöglichkeiten zu wahren.

Optionale Premium-Services und Telemedizin-Funktionen

Eternal Alert kann auf Wunsch um Premium-Services ergänzt werden, etwa:

  • Erweiterte IoT-Datentarife für verbesserte Konnektivität.
  • Direkte Anbindung an eine Notrufzentrale mit 24/7-Entgegennahme und Eskalation.
  • Telemedizinische Funktionen für die kontinuierliche Überwachung von chronisch Erkrankten (z. B. Herzpatienten, Diabetiker) im Rahmen der individuellen Versorgung.

Wichtig: Diese Zusatzleistungen sind optional und nicht automatisch Bestandteil einer Bewilligung durch die Pflegekasse. Je nach Konstellation kann eine Prüfung durch andere Kostenträger (z. B. Krankenkasse im Gesundheitsbereich) in Frage kommen. Klären Sie vorab, welche Leistungen abgedeckt sind und welche Kosten gegebenenfalls privat zu tragen sind.


Mit dieser Schritt-für-Schritt-Anleitung, der Checkliste und der Musterformulierung sind Sie gut vorbereitet, um die Kostenübernahme der Eternal Alert Notfall-Uhr bei der Pflegekasse strukturiert zu beantragen. Sollten Sie Unterstützung benötigen, nutzen Sie die Pflegeberatung und holen Sie bei Bedarf ergänzende medizinische Nachweise ein – das erhöht die Erfolgswahrscheinlichkeit und beschleunigt die Versorgung.

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